Eisbaden – Meine persönliche Routine

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Was das Eisbaden mit dir und deinem Körper macht, hab ich im letzten Blog Eisbaden – der ganz legale Kick erzählt. Heute möchte ich dir einen Einblick in meine ganz persönliche Eisbade-Routine geben.

Solltest du noch nie zuvor ein Winterbad genossen haben, dann denke daran: Geh nur ins kalte Wasser, wenn du dich wirklich fit fühlst und keine gesundheitlichen Probleme hast. Menschen mit Herz-Kreislaufbeschwerden sollten die extreme Abkühlung meiden. Geh nie alleine ins kalte Wasser, sondern nur mit Begleitung. Außerdem ist es ratsam, dich und deinen Körper mit kalten Duscheinheiten, schon Wochen zuvor auf das Eisbaden im natürlichen Gewässer vorzubereiten.

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Meine sechs Schritte beim Eisbaden

1. Die Platzauswahl für ein angenehmes Winterbad

Ich suche mir immer einen Platz an einem schönen Gewässer, wo der Einstieg unkompliziert ist und der Weg vom Wasser zurück ins Auto nicht zu weit ist. Während einem kurzen Lokalaugenschein kühle ich meinen Körper schon langsam an der frischen Luft ab und beginne auch schon, bewusster und langsamer zu atmen.

2. Die kurze Überwindung

Nachdem ich bis zu den Schultern in das Wasser getaucht bin, merke ich, dass es etwas brennt. Das ist normal, da meine Hauttemperatur, trotz kalter Außentemperatur immer noch 20°-25° beträgt. Deshalb kann sich dieser Temperaturunterschied zwischen Haut und Wasser zu Beginn vielleicht etwas unangenehm anfühlen. Das ist aber kein wirklicher Schmerz – das ist einfach Eisbaden. 😉

3. Das verharren im kalten Nass

Nach den ersten Sekunden im Wasser ziehen sich die Blutgefäße schlagartig zusammen, der Körper schüttet Adrenalin aus, der Blutdruck steigt und dadurch kann es passieren, dass man am Anfang etwas kurzatmig wird. Ich lass mich von dieser Kurzatmigkeit nicht kontrollieren! Ich achte noch bewusster auf meine Atmung und versuche, immer langsamer, aber dafür tiefer ein- und wieder auszuatmen. Nach ca. 30 Sekunden weiten sich dann die Gefäße wieder stark. Das kalte Blut der Arme und Beine wird nicht mehr zur Körpermitte transportiert, die Extremitäten werden somit gekappt und der Kreislauf hält die Organe und das Herz warm. Das ist ein schönes Gefühl – der Körper kommt zur Ruhe und saugt Energie auf. Ab jetzt heißt es: genießen!

Kurz vorm Ende gebe ich oftmals noch meine Haube runter und tauche auch noch ein paarmal mit dem Kopf unter. (Bitte nur, wenn man sich dabei wohlfühlt)

4. Raus aus dem Eiswasser!

Ich bleibe normalerweise 5-10 min im Wasser (2-3 Minuten sind jedoch auch völlig ausreichend). Danach steh ich langsam auf und gehe raus. Die Außentemperatur fühlt sich nach dem Eisbaden nicht wirklich kalt an. Es tut gut und ich fühl mich richtig frisch! Teilweise fühlt sich die Haut beim Abtrocknen etwas taub an und kann durch die starke Durchblutung auch etwas erröten. Das ist allerdings ganz normal und nicht bedenklich, ganz im Gegenteil. Danach schlüpfe ich rasch aus der nassen Badehose, zieh mir eine gemütliche, warme Kleidung an und sehe zu, dass ich schnell ins Warme komme.

5. Nach dem Eisbaden kommt das große Auftauen

Sollte ich weit weg von zuhause sein, heize ich das Auto schön warm ein und wärme mich beim Heimfahren schon auf. Ansonsten fahr ich gleich nachhause, mach mir einen Tee, deck mich zu und lass den Körper im Warmen langsam „auftauen“. Diese selbständige Aufwärmphase des Körpers ist extrem wichtig und gesund. Sollte ich zu zittern beginnen, lass ich es ganz einfach zu und wehre mich nicht dagegen. Das vollständige Erwärmen dauert bei mir zwischen 1-3 Stunden. Diese angenehme Phase des Aufwärmens ist mitunter ein weiter Grund, warum ich das Eisbaden so liebe.

6. „Warmduscher“ aufgepasst!

Mit der warmen Dusche warte ich ca. 1-2 Stunden. Das ist deshalb ratsam, da ein warmes oder vielleicht sogar heißes Wasser nach dem Eisbad dazu führen kann, dass einem noch kälter wird. Der Körper lässt das kalte Blut der Extremitäten nämlich nur dann wieder zur Körpermitte, sobald es warm geworden ist. Eine warme Dusche täuscht ein „Warmwerden“ vor. Der Körper lässt das kalte Blut der Arme und Beine zur Körpermitte vordringen, und Herz und Organe kühlen ab. Das ist nicht nur gesundheitlich bedenklich, sondern auch unangenehm. Sauna, dicke Kleidung, oder ein stark aufgeheizter Raum sind kein Problem, da die Wärmeübertragung nicht so direkt wie über das Wasser stattfindet.

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Nun solltest du einen guten, verständlichen und nachvollziehbaren Überblick über meine Eisbaden-Routine bekommen haben. Jetzt wird es Zeit, dass DU über deinen Schatten springst! Lerne, die Kälte zu lieben – sie gibt dir mehr als du dir vorstellen kannst. Ich hoffe, ich habe dir etwas Mut gemacht und die Lust in dir geweckt.

 

Freu dich auf meinen nächsten Blog – da zeige ich dir meine Lieblingsplätze zum Eisbaden!

 

Euer Philipp

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2 Kommentare
  1. Andreas Wallner
    Andreas Wallner sagte:

    Hallo Philipp,
    willkommen im Kaltwasser – zum „Eiswasser“ für „Eisschwimm- Bewerbe“ zählt es ja erst unter 5°.
    Tolle Sache, oder ? Man fühlt sich nacher so . . . vitalisiert 🙂
    Ich lade dich hiermit offiziell ein, uns am kommenden 1.1. um 11 Uhr am Standbad in Untersee/Hallstättersee beim Neujahrsschwimmen beizuwohwnen.
    Dort findet sich eine wachsende Community von zuletzt ca. 10 Schwimmern und ca. 50 Personen Publikum ein.
    Mittlerweile verügen wir auch über eine Fasssauna mit Holzofen auf PKW Anhänger, die dort sein wird. [www.saunafasssl.at]
    PS.: für dieses kleine, feine aber sehr trendige Event und für das Eisschwimmen in Obertraun (=offizieller Sport Bewerb) gibt es übrigens noch Sponsor-Möglichkeiten
    zu Basis Tarifen – Bitte auch Herrn Zimmer weitersagen 🙂

    Antworten
  2. Philipp Rafetseder
    Philipp Rafetseder sagte:

    Lieber Andreas,

    danke für die Einladung, auf die komme ich gerne zurück (: Treffe immer wieder gerne Leute, die die Leidenschaft für das Kaltwasser teilen.

    Ganz liebe Grüße und bis bald,

    Philipp

    Antworten

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