Welcher Tennisschläger passt zu mir?

Welcher Tennisschläger City Outlet Blog Dominik Wirlend

Heute widmen wir uns der Frage: „Welcher Tennisschläger passt zu mir?“
Die optimale Schlägerwahl fällt bei der riesigen Auswahl an Tennisschlägern nicht leicht. Vielen Tennisspielern ist die Suche nach einem passenden Schläger deshalb zu aufwendig. Die meisten Spieler greifen schließlich zu dem Schläger, der ihnen optisch am meisten zusagt. Der Tennisschläger ist aber das wichtigste Zubehör auf dem Tennislatz und die entscheidenden Faktoren bei der Auswahl deines Spielgerätes sind deine Spielerfahrung und dein Spielstil. Worauf du also dabei achten solltest, wenn du dich fragst, welchen Tennisschläger du wählen solltest, erklär ich dir in einigen Punkten:

Die Schlägerkopfgröße

Die Schlägerkopfgröße gibt die Größe der Schlagfläche eines Tennisschlägers an. Die Kopfgröße beeinflusst im Wesentlichen die Kontrolle eines Schlägers und die Ballbeschleunigung beim Schlag. Je größer der Schlägerkopf ist, desto größer ist auch der Sweetspot. Das ist der Bereich, indem du den Ball mit maximaler Beschleunigung schlagen kannst. Du hast also mit einem großen Schlägerkopf mehr Power. Darüber hinaus hast du durch die größere Fläche weniger schlecht getroffene Bälle. Deshalb ist ein großer Schlägerkopf besonders für Anfänger geeignet. Der Nachteil an einem großen Schlägerkopf ist allerdings, dass du weniger Kontrolle über den Ball hast. Bei einem kleineren Schlägerkopf ist der Sweetspot zwar kleiner, der Vorteil ist aber, dass du den Ball mit mehr Präzision schlagen kannst. Wenn du also ein fortgeschrittener Spieler oder Profi bist, dann wähle einen Schläger mit einer kleinen Kopfgröße.

Die Rahmenhärte

Welcher Tennisschläger der richtige für dich ist, liegt auch an der Rahmenhärte. Die hat Einfluss auf die Ballbeschleunigung und die Schlagkontrolle. Die Einheit für die Rahmenhärte nennt man RA und wird auf einer Skala von sehr flexibel (0 RA) bis sehr steif (100 RA) angegeben. Ein flexibler Rahmen weist eine Rahmenhärte von weniger als 70 RA auf. Wenn du großen Wert auf eine gute Schlagkontrolle legst, dann ist dieser Rahmen genau richtig für dich. Wenn du noch Einsteiger bist, empfehle ich dir einen harten Schlägerrahmen. Dieser ist durch eine Rahmenhärte von mehr als 70 RA gekennzeichnet. In diesem Fall unterstützt dich der Schläger beim Schlagen, indem er den Tennisball besser beschleunigt. Somit musst du selber weniger Kraft aufwenden. Vor allem wenn du erst vor kurzem mit dem Tennisspielen angefangen hast und deine Schlagkraft noch nicht so ausgeprägt ist.

Schlägergewicht

Das Schlägergewicht ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Auswahl des richtigen Tennisschlägers. Das Gewicht hat sowohl Einfluss auf die Manövrierbarkeit und den Schlagkomfort als auch auf die Leistung des Schlägers. Das Gewicht der meisten Tennisschläger befindet sich im mittleren Bereich (280 – 300 g). Prinzipiell kannst du einen leichten Tennisschläger einfacher schwingen als einen schwereren. Durch die gute Manövrierbarkeit ist es für dich einfacher, auf anfliegende Bälle zu reagieren. Das ist insbesondere für Volleys am Netz von Vorteil, da du hier eine kurze Reaktionszeit benötigst. Du musst jedoch beachten, dass ein Schläger mit wenig Gewicht eine geringere Power zur Folge hat. Außerdem werden Vibrationen beim Ballkontakt schlechter abgedämpft, was den Schlagkomfort mindert. Ein schwerer Tennisschläger ist generell leistungsstärker. Mit diesem Schläger hast du eine höhere Schlagpower. Zusätzlich verbessert das Gewicht die Stabilität des Tennisschlägers beim Ballkontakt. Dadurch nimmt automatisch die Schlagkontrolle zu. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein schwerer Schläger weniger Vibrationen abgibt, sodass du einen komfortablen Schlag hast. Das optimale Schlägergewicht hängt zu einem Teil von deiner Kraft und Konstitution ab – aber vor allem von deinem Können.

SpielergruppeGewicht in g
Kinder/ JugendlicheBis 240 g
Anfänger Hobbyspieler240 – 280 g
Fortgeschrittene281 – 300 g
LeistungsbereichAb 300 g

Die Griffstärke

Die Griffstärke bzw. Griffgröße ist der Umfang des Schlägergriffs. Sie wird in cm, im englischsprachigen Raum auch in Inch angegeben. Damit der Tennisschläger dir den besten Spielkomfort gewährleisten kann, muss der Griff an deine eigene Handgröße angepasst werden. Wenn du die Griffstärke deines Tennisschlägers kontrollieren möchtest, kannst du folgende Methode anwenden. Nimm den Griff in deine Hand und halte den Schläger so, als wenn du eine ganz normale Vorhand spielen würdest. Jetzt nimmst du den Zeigefinger deiner anderen Hand und versuchst ihn in die Lücke zwischen der Spitze deines Ringfingers und dem Handballen zu legen. Wenn die Griffstärke stimmt, dann passt dein Zeigefinger exakt in diese Lücke.

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Das Saitenbild

Das Saitenbild bzw. Saitenmuster gibt an, wie viele Längs- und Quersaiten dein Tennisschläger hat. Dabei wird immer zuerst die Anzahl der Längssaiten und dann die Anzahl der Quersaiten genannt. Beispielsweise besitzt der Schläger bei einem 16×19 Saitenbild 16 Längs- und 19 Quersaiten. Die häufigsten Saitenbilder der Tennisschläger sind 16×19 oder 18×20.Je nach Anzahl der Saiten unterscheiden wir zwischen einem offenen und einem geschlossenen Saitenbild.

Ein offenes Saitenbild (z. B. 16×19) bedeutet, dass der Schläger weniger Längs- und Quersaiten hat. Demnach ist der Abstand der Saiten größer. Bei einem offenen Saitenbild profitierst du generell von einer guten Ballbeschleunigung und einem hohen Spin. Ein Nachteil ist, dass die Saiten sehr stark beansprucht werden und demensprechend die Haltbarkeit geringer ist. Zudem ist die Schlagkontrolle mit diesem Seitenbild schlechter. Ich rate dir, ein offenes Saitenbild zu wählen, wenn du noch Anfänger bist oder du sehr gerne mit Spin spielst.

Bei einem geschlossenen Saitenbild (z. B. 18×20) besitzt der Tennisschläger mehr Saiten als bei einem offenen Saitenbild. Durch den kleineren Abstand der einzelnen Saiten, wirkt das Saitenbett etwas steifer. Zwar hast du mit einem geschlossenen Saitenbild eine schlechtere Ballbeschleunigung und weniger Spinpotential, aber dafür eine höhere Schlagkontrolle. Hinzu kommt eine bessere Lebensdauer der Saiten, da diese weniger abgenutzt werden. Die meisten erfahrenen Spieler und Profis bevorzugen daher ein geschlossenes Saitenbild.

Die Besaitung

Die Besaitung ist das Herzstück des Tennisschlägers. Die richtige Saite ist einer der wichtigsten Faktoren, um auf dem Tennisplatz sein bestes Tennis zeigen zu können. Denn die Saite beeinflusst maßgeblich den Spielkomfort und die Leistung deines Schlägers. Wie auch bei der Wahl des richtigen Tennisschlägers muss die Saite individuell an deinen eigenen Spielstil angepasst werden. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Saitentypen und Variationen auf dem Markt. Es ist sehr schwierig, sich bei der Anzahl an Angeboten einen Durchblick zu verschaffen.

1. Saitenmaterial

Willst du herausfinden, welcher Tennisschläger zu dir passt, musst du auch auf das Saitenmaterial achten. Da jedes Material eine bestimmte Struktur besitzt, ergeben sich Vor- und Nachteile bei der jeweiligen Saite. Grundsätzlich kannst du dich zwischen zwei verschiedenen Kategorien entscheiden. Es gibt zum einen die Naturdarmsaiten, die aus echtem Kuhdarm hergestellt werden. Zum anderen kannst du auch Kunstsaiten verwenden.

-) Naturdarmsaiten:

Naturdarmsaiten bieten dir das beste Spielgefühl. Sie sind sehr elastisch, wodurch du eine sehr gute Ballbeschleunigung und einen hohen Spin erzeugen kannst. Saiten aus Naturdarm sind vor allem auch für Tennisspieler mit Armproblemen geeignet, da sie Vibrationen sehr gut absorbieren. Allerdings sind Naturdarmsaiten wetterempfindlich und reißen relativ schnell. Die aufwändige Herstellung macht diese Saiten zudem sehr teuer in der Anschaffung.

-) Kunstsaiten:

Kunstsaiten werden aus verschiedenen synthetischen Materialien hergestellt. Bei diesen Saiten gibt es zudem wesentliche Unterschiede in der Struktur. Auf die zwei gängigsten Saiten aus dieser Kategorie gehe ich noch weiter ein. Das am häufigsten verwendete Saitenmaterial ist Nylon. Mehr als die Hälfte aller Tennisspieler lässt ihren Tennisschläger mit Nylonsaiten bespannen. Diese Saiten sind zwar ein wenig steifer als Naturdarmsaiten, trotzdem besitzt du eine solide Schlagkontrolle und Ballbeschleunigung. Nylonsaiten sind im Allgemeinen langlebiger als Naturdarmsaiten und daher ideal für Tennisspieler mit normalen Saitenverschleiß. Wenn du beim Spielen einen hohen Saitenverschleiß hast, bist du mit Saiten aus Polyester am besten beraten. Polyestersaiten bestehen aus einem einzigen Strang und weisen daher eine hohe Lebensdauer auf. Darüber hinaus haben sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Vergleich zu Naturdarm oder Nylon ist Polyester jedoch ein sehr steifes Material. Mit diesen Saiten hast du eine relativ schlechte Ballbeschleunigung und einen höheren Aufprallschock. Hier musst du die Ballbeschleunigung größtenteils mit deiner eigenen Kraft erzeugen. Deshalb sind Saiten aus Polyester mehr für fortgeschrittene Tennisspieler passend.

2.Saitendurchmesser

Tennissaiten sind grundsätzlich in den Durchmessern von 1,0 bis 1,5 mm erhältlich, wobei die große Mehrheit der Saiten einen Durchmesser zwischen 1,2 und 1,3 mm besitzt. Dieser Bereich eignet sich für die große Mehrheit der Tennisspieler. Der Spielkomfort und die Haltbarkeit liegen hier im ausgewogenen Bereich. Wenn dir der Spielkomfort wichtiger als die Haltbarkeit der Saite ist, kannst du zu einer dünneren Saite greifen. Benötigst du eine sehr langlebige Saite und kannst im Gegenzug Abstriche beim Spielkomfort machen, ist eine dickere Saite die richtige Wahl für dich.

3.Bespannungshärte des Tennisschlägers

Grundsätzlich kannst du dich zwischen einer weicheren und einer härteren Besaitung entscheiden. Die Bespannungshärte wird in kg angegeben und ein allgemeiner Richtwert ist, dass alles unter 25 kg weich bespannt ist und alles darüber hart. Je niedriger die Besaitungshärte, desto größer ist die Power und desto geringer ist die Kontrolle in den Schlägen.
Umkehrschluss: Je größer die Besaitungshärte, desto weniger Power und desto mehr Kontrolle verleihst du deinem Schlag.
Ein Tennisschläger sollte immer mit der vom Hersteller empfohlenen Besaitungshärte besaitet werden. Diese Angabe findest du in den meisten Fällen an der Innenseite des Schlägers.

4.Neue Besaitung

Als Faustregel gilt: So oft wie man in einer Woche Tennis spielt, so oft sollte man die Tennissaite pro Halbsaison wechseln. Ein kleines Beispiel:  Jemand spielt im Durchschnitt zweimal die Woche Tennis. Dann sollte man die Saite mindestens zweimal pro Halbsaison austauschen. Natürlich hängt das von der Länge des jeweiligen Spiels und der Spielweise ab. Tennisspieler die sehr viel Topspin spielen verschleißen die Saite viel mehr als Spieler, die viele gerade Bälle spielen. Sollte man aber eine längere Zeit gar nicht gespielt haben, bedeutet das nicht, dass man den Schläger nicht neu bespannen muss. Allein durch das Klima verliert die Besaitung innerhalb eines halben Jahres mehrere Kilogramm an Bespannungshärte, das bedeutet das bis zu 20 % an Bespannungsgewicht durch das Lagern des Schlägers verloren geht. Wichtig ist auch zu wissen, dass ab Werk bespannte Schläger mit einer Durchschnittssaite und dem Durchschnittsgewicht bespannt sind. Das bedeutet, dass du nach dem Schlägerkauf deinen Schläger gleich frisch bespannen lassen solltest!

Welcher Tennisschläger? Jetzt weißt du’s!

Diese Informationen sollten dir jetzt helfen, den richtigen Tennisschläger für deine individuellen Anforderungen zu finden. Falls du weitere Fragen dazu hast, kommentier gern hier im Blog oder frag einen der Experten im nächsten City Outlet – die helfen die gerne weiter.

Sportliche Grüße und bleib am Ball!

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